Die Herkunft von Alpakas und Lamas
Die Vorfahren der Alpakas und Lamas stammen aus den südamerikanischen Anden. Sie stammen vom Guanako und den Vicunas ab, noch heute wildlebenden Arten der Kamelfamilie. Die Vicunas haben die teuerste Wolle und werden nur alle 2 bis 3 Jahre geschoren. Schon die Inkas in Peru hielten sich vor knapp 7000 Jahren bereits die flauschigen Vierbeiner – Lamas als Lastentiere, Alpakas wegen ihrer Wolle. Alpakas galten sogar als Zeichen des Wohlstands. Heutzutage leben noch etwa 80 % des Gesamtbestandes in Peru, Chile und dem westlichen Bolivien. In Deutschland ist der Bestand in den letzten Jahren enorm gestiegen: 2018 waren es nach Schätzungen des Tierschutzbundes circa 15.000 Alpakas und Lamas, 2022 wurde von rund 25.000 Neuweltkameliden ausgegangen.
- EAlpakas und Lamas stammen von Guanako und Vicuna ab.
- EBereits die Inkas hielten sie wegen ihrer Wolle und als Lastentiere.
- EIn Deutschland leben mittlerweile rund 25.000 Neuweltkameliden.
Haltung und Lebensweise
Neuweltkameliden sind Herdentiere, dürfen also niemals alleine gehalten werden. Sie sind allerdings auch Distanztiere und vermeiden Körperkontakt in der Regel. Die Tiere sind sehr robust und stehen deshalb das ganze Jahr auf der Weide. Wichtig hier ist ein Offenstall, der im Sommer Schatten und im Winter als Unterstand dienen kann.
Alpakas und Lamas sind Vegetarier und unechte Wiederkäuer, sie haben einen dreiteiligen Magen. Sie fressen Gräser und Kräuter, im Sommer wird täglich auf der Weide gegrast und im Winter hauptsächlich Heu gefüttert. Das Futter sollte einen hohen Rohfaseranteil enthalten, um die Gesundheit der Tiere zu bewahren. Andere Nahrungsmittel können sehr gefährlich sein und leicht zum Tod führen. Anders als andere Tiere haben die Kameliden Kotstellen, die alle für ihr “Geschäft” nutzen. Sie gehören zu den sogenannten Schwielensohlern. Der Begriff bezieht sich auf den Aufbau des Fußes und die Art, aufzutreten. Einmal im Jahr werden Alpakas und Lamas geschoren. Der durchschnittliche Faserertrag pro Tier liegt bei 3 bis 6 kg.
- EAlpakas sind Vegetarier und benötigen rohfaserreiches Futter.
- EAlpakas und Lamas sind Herdentiere und dürfen nicht allein gehalten werden.
- EDie jährliche Schur bringt 3 bis 6 kg Wolle pro Tier.
Fortpflanzung und Lebenserwartung
Alpakas und Lamas erreichen mit 2 bis 3 Jahren die Geschlechtsreife. Da bei den Stuten die Ovulation erst bei der Deckung eintritt, können sie theoretisch unabhängig von Saison oder Jahreszeiten gedeckt werden, man nennt dies provozierte oder induzierte Ovulation. Die Tragezeit beträgt 11 bis 12 Monate. Neugeborene Babys, Cria genannt, wiegen bei der Geburt durchschnittlich zwischen 6 und 7 kg. Die Mutter säugt ihr Cria für ungefähr 7 Monate, danach frisst es, wie erwachsene Tiere, Gras und Kräuter. Die Lebenserwartung der Kameliden liegt bei 20 bis 25 Jahren.
- EAlpakas haben eine Tragezeit von 11 bis 12 Monaten.
- EDie Geburt erfolgt meist unabhängig von Saison oder Jahreszeit.
- ESie können bis zu 25 Jahre alt werden.
Unsere Alpakahaltung und -zucht
Alpakas haben wir seit 2019. Die ersten Tiere, die bei uns eingezogen sind, waren Carpo, Leo, Elvis, Nakao und Balisto. Wir wollten den Reitbetrieb ergänzen und waren einfach damals schon große Alpaka-Fans. Im Frühjahr 2020 kamen dann 3 Stuten dazu und ein Jahr später kamen Santiano und Frieda auf die Welt.
Wir haben mit Wanderungen angefangen, dann unser Angebot nach und nach erweitert.
Dank ihres sanften und ruhigen Wesens werden Alpakas häufig zur Therapie bei Menschen mit Depressionen, Autismus und ähnlichem eingesetzt.
Seit 2 Jahren leben auch Lamas bei uns, die wir teilweise aus dem Tierschutz geholt haben.
Mittlerweile leben 49 Tiere bei uns. Bei unserer Zucht legen wir Wert auf gesunde Tiere mit einem freundlichen Charakter. An Shows nehmen wir nicht teil, besuchen aber regelmäßig Fortbildungen und Seminare zu verschiedenen Themen rund um die Tiere.